Wohnung im Landkreis Kelheim kaufen – Diese Aspekte sollten Sie beachten

Alexander Schmidgal
Geschäftsführer Aurentum GmbH
Aktualisiert:
27.4.2026
Lesezeit:
32min
Wohnung kaufen Kelheim

Immobilieneigentum im Landkreis Kelheim darf als solide Investition und sichere Geldanlage bezeichnet werden. Die Nachfrage am Markt ist stabil, die Wertentwicklung kontinuierlich. Ob nun der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung besser ist, lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten. Je nach persönlicher Lebenssituation, nach individuellen Bedürfnissen und aktueller Zukunftsplanung kann der Kauf einer Eigentumswohnung im Landkreis Kelheim die passendere Option sein. Trotzdem sollten Sie vor dem entscheidenden Schritt einige Besonderheiten des Wohnungskaufs beachten und die Lage, den Zustand und letztlich auch den Kaufpreis des Objekts genau prüfen.

Lesen Sie im folgenden Ratgeber, welche Vorteile, aber auch welche Pflichten mit dem Wohnungskauf verbunden sind, mit welchen Kosten Sie kalkulieren müssen und warum die Lage der Wohnung praktischen jeden Aspekt Ihres zukünftigen Lebens und Ihrer Investition beeinflusst.

Gut zu wissen: Wenn Sie sich einen fundierten Überblick über den Wohnungsmarkt im Landkreis Kelheim verschaffen möchten, dann nutzen Sie die Expertise der Makler von Aurentum Immobilien. Wir sind im Landkreis tief verwurzelt, bewerten Immobilien an den unterschiedlichsten Standorten und kennen daher die begehrten Wohnlagen ebenso wie die etwas weniger attraktiven Gebiete. Wir beraten Sie gern.

Welche Besonderheiten sollte ich vor dem Wohnungskauf kennen?

Der Kauf einer Eigentumswohnung unterscheidet sich in wesentlichen Eckpunkten von dem eines Hauses. Ob Sie diese als positiv oder als eher ungünstig bewerten, mag von Fall zu Fall differieren – nur kennen sollten Sie diese Aspekte in jedem Fall:

1. Eigentümergemeinschaft: Mit dem Wohnungskauf werden Sie automatisch Mitglied der Eigentümergemeinschaft. Dieses Gremium fällt Entscheidungen, die die gesamte Wohnanlage betreffen. In vielen Dingen müssen Sie sich dem gemeinschaftlichen (Mehrheits-) Votum fügen und können nicht einfach „ausscheren“. Beschließt die Mehrheit beispielsweise die Sanierung des Daches, so müssen Sie diesem Umstand akzeptieren – auch wenn Sie das Geld lieber für eine neue einbruchsichere Haustür ausgegeben hätten.

2. Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung: Lesen Sie beide Dokumente besser einmal zu viel als zu wenig durch. Während die Teilungserklärung – wie der Name unschwer vermuten lässt – das Gebäude in einzelne Wohnungsanteile aufteilt und deren genaue Lage und Größe beschreibt, sind in der Gemeinschaftsordnung, die Rechte und Pflichten der einzelnen Eigentümer fixiert. Dazu gehören beispielsweise die Aufteilung anfallender Kosten, Vorschriften zur Nutzung der Wohnanlage und die Stimmrechtsverteilung für die Beschlüsse der Eigentümerversammlung.

Bitte beachten Sie: Bei der notariellen Beurkundung wird die Teilungserklärung nicht vorgelesen (!), im Kaufvertrag wird lediglich auf das Dokument verwiesen. Sie sollten über den Inhalt folglich Bescheid wissen.

3. Gemeinschafts- und Sondereigentum: Neben Ihrer eigenen Wohnung, dem Sondereigentum, gibt es Bereiche, die allen Bewohnern des Hauses gehören. Unter dieses sogenannte Gemeinschaftseigentum können beispielweise Treppen, die Heizungsanlage oder der Garten, aber auch Türen und Fenster sowie Fassaden und Dächer fallen. Was zum Gemeinschaftseigentum gehört, wird in der Teilungserklärung geregelt, die fester Bestandteil des Kaufvertrags ist.

4. Rücklagen und Hausgeld: In einer Eigentümergemeinschaft bezeichnet das Hausgeld – gelegentlich auch Wohngeld genannt – die monatliche Zahlung, die jeder Wohnungseigentümer an die Gemeinschaft leistet, um die laufenden Betriebskosten des gemeinschaftlichen Eigentums zu decken. Dieses Geld wird verwendet, um Ausgaben zu finanzieren, die nicht einem einzelnen Eigentümer, sondern der Gemeinschaft als Ganzes zuzuordnen sind. Informieren Sie sich über die Höhe des monatlichen Hausgelds und welche Kosten damit abgedeckt werden. Und ganz wichtig: Klären Sie in jedem Fall, wie hoch die Instandhaltungsrücklagen sind, um für zukünftige Sanierungen oder Reparaturen finanziell gewappnet zu sein.

5. Hausverwaltung: Die Hausverwaltung einer Eigentümergemeinschaft ist für alle kaufmännischen, technischen und rechtlichen Angelegenheiten des gemeinschaftlichen Eigentums zuständig. Sie erstellt den jährlichen Wirtschaftsplan, setzt Eigentümerversammlungen an und kümmert sich um die Instandhaltung der Anlage. Die Hausverwaltung ist insofern der Manager des gemeinschaftlichen Ganzen – in Ihrem Sondereigentum, also Ihrer Wohnung, können Sie hingegen schalten und walten, wie es Ihnen beliebt.

Möchten Sie die Wohnung selbst nutzen oder vermieten?

Die Frage, ob Sie die Wohnung für sich selbst oder als Kapitalanlage kaufen möchten, ist eine grundsätzliche und Sie sollten sie daher vor Beginn Ihrer konkreten Suche eindeutig beantworten. Denn daraus ergeben sich eine Reihe von Konsequenzen – allen voran, im Falle einer Kapitalanlage, der Fokus auf eine Lage mit guter Infrastruktur und attraktivem Umfeld, die eine langfristige, problemlose Vermietung und damit eine gute Rendite gewährleistet.

1. Vorteile der Selbstnutzung

Kaufen Sie sich im Kelheim, Abensberg, Mainburg oder im Landkreis eine Wohnung zur Selbstnutzung, so können Sie diese ganz nach Ihren persönlichen Vorlieben gestalten. Statt eine hohe – und in den nächsten Jahren ziemlich sicher weiter steigende – Miete zu zahlen, investieren Sie in Ihr Eigentum und profitieren von einer langfristigen Wertsteigerung. Zudem ist eine Wohnung in aller Regel „pflegeleichter“ und auch günstiger als ein Haus.

2. Vorteile der Kapitalanlage

Die Vermietung einer Eigentumswohnung kann als attraktive Einnahmequelle dienen. Insbesondere in den begehrten Lagen des Landkreises Kelheim können Sie eine gute Rendite erzielen. Mit den Mieteinnahmen tilgen Sie gleichzeitig den größten Teil Ihres Kredits – und profitieren von steuerlichen Vorteilen, wie etwa der Geltendmachung von Abschreibungen und Zinsen. Gleichzeitig halten Sie sich die Option offen, die Wohnung später im Alter selbst zu nutzen oder gewinnbringend zu verkaufen.

Gut zu wissen: Lassen Sie eine ins Auge gefasste Wohnung vor dem Kauf in jedem Fall professionell bewerten. Bei Aurentum Immobilien ist diese Dienstleistung kostenlos und für Sie mit keinen weiteren Verpflichtungen verbunden. Die zertifizierten Sachverständigen von Aurentum Immobilien schätzen für Sie auch die langfristen Rendite-Chancen der Immobilie fundiert ein.

3. Steuerliche Überlegungen

Während der Kauf einer Wohnung zu Selbstnutzung Ihre Steuererklärung nur marginal tangiert, sieht das bei einer Vermietung gänzlich anders aus: Zwar müssen Sie die Mieteinnahmen versteuern, können im Gegenzug jedoch diverse Kosten wie Kreditzinsen, Instandhaltung, allgemeine Abschreibung und Verwaltungskosten steuermindernd geltend machen. Lassen Sie sich die Details unbedingt von einem Steuerberater genau durchrechnen.

4. Flexibilität und Lebensplanung

Überlegen Sie, wie flexibel Sie in Ihrer Lebensplanung sein oder bleiben wollen. Möchten Sie sich die Freiheit bewahren, die Wohnung jederzeit verkaufen zu können, weil sich Ihre beruflichen Perspektiven/Ihre familiären Verhältnisse geändert haben? Oder bevorzugen Sie die Sicherheit einer langfristigen Vermietung? Wägen Sie dabei auch das Risiko ab, dass Mieter ausziehen und die Wohnung möglicherweise eine gewisse Zeit leerstehen kann – oder dass Sie an Mietnomaden geraten. Bei Selbstnutzung der Räumlichkeiten entfallen diese Gefahren – dafür sind Ihre Kosten jedoch höher.

Neubau oder Bestandswohnung: Was passt zu Ihnen?

Altbauwohnungen mit hohen Stuckdecken und kunstvollen Kassettentüren haben ihren Charme – allerdings gehören zumeist auch gurgelnde Heizkörper und zugige Fenster dazu. In Neubauwohnungen können Sie dagegen oft schon einziehen, während im Umfeld noch die lärmenden Bauarbeiten laufen – dafür profitieren Sie von geringen Wohnnebenkosten und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Was passt besser zu Ihnen?

1. Vor- und Nachteile einer Neubauwohnung

- Individualität: In der Planungsphase eines Neubauprojekts können Sie mit dem Architekten oder Bauträger individuelle Wünsche zur Ausstattung und zu eventuellen Extras besprechen und umsetzen.

Gut zu wissen: Aurentum Immobilien hat im Landkreis Kelheim aktuell attraktive Neubauprojekte für Eigentumswohnungen zum Erstbezug im Vermarktungs-Repertoire, bei denen Sie genau diese Möglichkeit der Mitsprache bei der finalen Gestaltung haben. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen. Sprechen Sie uns, wenn Sie sich für diese modernen Wohnungen mit hochwertiger Ausstattung interessieren.

- Energieeffizienz: Es gelten die Bestimmungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG). Das meint: Durch optimale Dämmung, moderne Baustoffe und die Nutzung regenerativer Energien bei der Heizung sind die Einsparungen bei den Energiekosten enorm und Ihre Abrechnung fällt entsprechend niedrig aus.

- Komfort: Fußbodenheizung, Fahrstuhl, Tiefgarage, Sicherheitsanlage – in puncto Bequemlichkeit und Stand der Technik kann eine Neubauwohnung mit diversen Pluspunkten aufwarten.

- Geringe Instandhaltungskosten: Da alles neu ist, können Sie sich als Eigentümer einer Neubauwohnung in den ersten Jahren entspannt zurücklehnen: Weil keine großen Reparaturen anstehen, müssen Sie keine hohen Instandhaltungsrücklagen bilden.

- Preis: Im Vergleich zu einer Bestandsimmobilie vergleichbarer Lage, Größe und Ausstattung ist ein Neubau deutlich teurer. Je nach Fertigstellungstermin müssen Sie als Käufer zudem einige Zeit mit einer finanziellen Doppelbelastung aus Miete und Kreditraten kalkulieren.

2. Vor- und Nachteile einer Altbauwohnung

- Sofortige Verfügbarkeit: Leerstand, respektive ein geräumter Zustand, vorausgesetzt, können Sie als Käufer einer Bestandsimmobilie im Landkreis Kelheim in aller Regel sofort einziehen, sofern Sie nicht zuvor Renovierungs- oder Umbauarbeiten vornehmen möchten.

- Gewachsene Infrastruktur: Alter Baumbestand, eine gewachsene Nachbarschaft mit Bildungs- und Freizeiteinrichtungen sowie diversen Einkaufsmöglichkeiten: Während Neubaugebiete oft erst erschlossen werden müssen, liegen Altbauten häufig in belebten Wohn- und Geschäftsvierteln mit guter öffentlicher Verkehrsanbindung.

- Großzügige Bebauung: Eigentumswohnungen in einem Altbau gewähren oft einen Ausblick in eingewachsene Gärten oder Gemeinschaftsanlagen und halten viel Abstand zu den nächsten Nachbarn. Bei Neubauten werden hingegen, aufgrund des Platzmangel und steigender Immobilienpreise, die Bebauungsgrenzen maximal ausgeschöpft.

- Fördermöglichkeiten: Für Sanierungs- oder notwendige Instandsetzungsmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Altbauten in Kelheim, Abensberg, Mainburg oder im Landkreis können Sie zinsgünstige Kredite und spezielle Zuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen und erhalten.

- Preis: Bestandsimmobilien im Landkreis Kelheim sind immer (nennenswert) günstiger als vergleichbare Neubauten.

- Alte Bausubstanz: Elektroinstallationen und Leitungen haben in Altbauwohnungen zwangsläufig bereits einige Jahre auf dem Buckel, ebenso wie Fenster, Dach und Fassade. Sie müssen folglich in absehbarer Zeit erneuert oder repariert werden – das bedeutet Kosten für Sie als Eigentümer.

- Höhere Heizkosten: Ältere Heizsysteme arbeiten grundsätzlich deutlich ineffizienter als moderne Anlagen. Sie müssen mehr heizen, insbesondere wenn zudem die Dämmung fehlt oder nicht optimal ist.

- Unsichtbare Schäden: Obwohl auch bei Neubauten nach Jahren der Fertigstellung noch Baumängel entdeckt werden können, so liegt die Wahrscheinlichkeit, dass bei Wohnungen mit mehreren Vorbesitzern unsichtbare Schäden vorhanden sind, die auch ein Sachverständiger nur schwerlich erkennt, zumindest im Bereich des Möglichen.

Eigenkapital und Finanzierung: Was kostet eine Eigentumswohnung im Landkreis Kelheim?

Ungeachtet der Tatsache, dass Sie in den allermeisten Fällen beim Wohnungskauf mit geringeren Anschaffungskosten als beim Hauskauf rechnen können, so gilt doch auch in diesem Fall die eherne Regel, dass Sie mindestens 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital mitbringen sollten. Das verbessert die Konditionen, die Sie von der Bank angeboten bekommen, weil mehr Eigenkapital das Ausfallrisiko des Kreditgebers senkt. Im Nebeneffekt müssen Sie ein kleineres Darlehen aufnehmen und entsprechend moderat fallen Ihre monatlichen Kreditraten aus.

Pflicht ist immer, dass Sie die Kaufnebenkosten, die auch beim Wohnungskauf 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises ausmachen, aus eigener Kraft stemmen können müssen, da die Kosten für Grunderwerbsteuer, Grundbucheintrag und Notar und eventuell den Makler nicht von Ihrer Bank mitfinanziert werden – weil es für diese Posten ja keinen materiellen Gegenwert gibt.

Auf eine professionelle Finanzierungsberatung sollten sie niemals verzichten. Unabhängige Finanzierungsdienstleister wie Dr. Klein oder Interhyp vergleichen für Sie verschiedene Angebote aus dem Landkreis Kelheim und helfen Ihnen dabei, eine attraktive Finanzierungslösung zu finden, die optimal auf Ihre persönlichen Verhältnisse und individuellen Wünsche abgestimmt ist. Das gilt insbesondere mit Blick auf Kreditlaufzeit, Zinsbindung und Tilgung. Ein finaler, detaillierter Finanzierungsplan gibt Ihnen Planungssicherheit.

Die Kosten für eine Eigentumswohnung im Landkreis Kelheim variieren selbstredend nach Lage, Größe und dem Umstand, ob es sich um Bestands- oder Neubauimmobilien handelt. Nur der groben Orientierung und als vorsichtige Richtschnur dient der sogenannte Medianwert, den die verschiedenen Immobilienportale regelmäßig ermitteln. Er ist eine statistische Maßzahl, die den Wert nennt, der in einer der Größe nach geordneten Zahlenreihe exakt in der Mitte liegt. Das meint: 50 Prozent der Daten sind kleiner oder gleich und 50 Prozent der Daten sind größer oder gleich dem Median.

Unter dieser Prämisse (mit allen ihren Unzulänglichkeiten) liegt der Preis für Wohnungen im Landkreis Kelheim derzeit (Stand April 2026) bei 3.783 Euro je Quadratmeter.

Nach Wohnlage gesplittet ergibt sich ein Spektrum von 2.795 Euro/qm (einfach) über 3.724 Euro/qm (mittel) bis 4.614 Euro/qm (gut).

Dabei sind kleinere Wohnungen bis 40 Quadratmeter deutlich teurer (4.136 Euro/qm) als durchschnittliche Flächen von 61 bis 90 Quadratmetern (3.671 Euro/qm) oder größere Wohnungen mit über 90 Quadratmetern (3.765 Euro/qm).

Bestandsimmobilien kommen auf Median-Werte von 3.428 Euro/qm (Baujahr 1970 bis 1999) bis 4.077 Euro/qm (Baujahr nach 2015), während Neubauten mit Fertigstellung ab 2023 einen Median-Wert von 4.477 Euro/qmerreichen.

Nochmals ausdrücklich: Alle Werte dienen lediglich dazu, Ihnen Größenordnungen aufzuzeigen. Die Daten sind zwar statistisch sauber und präzise erhoben worden, liefern gleichwohl lediglich Mittelwerte.

Gut zu wissen: Die Makler von Aurentum Immobilien kennen jede Wohnlage im Landkreis Kelheim und wissen über ein gut funktionierendes Netzwerk regelmäßig von freiwerdenden Wohnungen, lange bevor diese offiziell vermarktet werden. Mit einem Suchauftrag bei Aurentum Immobilien erfahren Sie als Erster von den Angeboten und können sich die Wohnung exklusiv und ohne Zeitdruck ansehen. Kommen Sie doch einfach vorbei und besprechen mit uns Ihre Vorstellungen und Wünsche.

Wohnungskauf im Landkreis Kelheim: Was sollten Sie beachten?

Es versteht sich von selbst, dass Sie eine Eigentumswohnung im Landkreis Kelheim vor dem Kauf sorgfältig besichtigen. Dabei kommt es nicht nur darauf an, ob Ihnen der Grundriss und die Lichtverhältnisse auf Anhieb gefallen – die Qualität einer Eigentumswohnung, insbesondere einer Bestandsimmobilie, bestimmt sich prinzipiell aus zwei Kriterien: der Lage und dem Zustand. Betrachten Sie die folgenden Ausführungen daher als Checklisten, die Ihnen dabei helfen sollen, eine attraktive Wohnung zu erwerben, die werthaltig bleibt und sich als gute Zukunftsinvestition erweist.

1. Die Lage der Wohnung

Die Lage der Wohnung bestimmt maßgeblich ihren Wert. Ganz gleich, ob Bestandsimmobilie oder Neubau – in aller Regel sind Wohnungen mit den folgenden Kennzeichen und Merkmalen beliebt und werden es vermutlich auch immer bleiben:

- gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und an das Straßennetz,

- gute Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe,

- Schulen und Ärzte sowie Apotheken in der Nachbarschaft,

- leicht erreichbare Freizeiteinrichtungen, Restaurants und Cafés,

- ein guter Ruf des Viertels,

- ein geringer Lärmpegel,

- Grünanlagen und/oder Parks in der Nähe

Tipp: Versuchen Sie so viel wie möglich über die zukünftige Entwicklung der Gegend herauszufinden. Geplante Infrastrukturprojekte können den Wert Ihrer Immobilie steigern, erwogene Nachverdichtungen die Lebensqualität hingegen schmälern. Die Makler von Aurentum Immobilien kennen nicht nur den lokalen Immobilienmarkt, sondern auch die örtlichen Entscheidungsträger. Sie wissen daher recht genau, welche städtebauliche Maßnahmen Kelheim, Abensberg, Mainburg oder auch der Landkreis in der sprichwörtlichen Pipeline haben.

2. Substanz und Zustand der Wohnung

Die folgenden Punkte beziehen sich bevorzugt auf Eigentumswohnungen in älteren Häusern, bei Neubauten können Sie in aller Regel davon ausgehen, dass Rohre, Heizung, Leitungen und das Dach des Hauses in Ordnung sind.

• Fassade des Wohnhauses: Welchen Eindruck macht das Haus von außen auf Sie? Ist die Fassade in Ordnung oder sogar neu gestrichen? Oder sehen Sie Risse, Graffitis, abgebröckelten Putz, Verfärbungen, die auf Feuchtigkeit hindeuten oder Pflanzenbewuchs?

• Balkone und Terrassen: Sehen Balkone und Terrassen vertrauenswürdig und stabil aus? Wie gepflegt wirken sie?

• Dach, Rohre, Leitungen, Heizung: In welchem Zustand befinden sich das Dach, die Elektroleitungen, die Wasserrohre und vor allem die Heizungsanlage. Je älter das Haus ist, in dem sich Ihre Wunsch-Wohnung befindet, desto kritischer sollten Sie hier nachbohren: Wann wurde das Dach zuletzt neu eingedeckt und/oder ist es gedämmt. Entsprechen die Leitungen und Rohre den aktuellen Standards? Wie alt ist die Heizung? Wann muss der Heizkessel gemäß gesetzlichen Vorschriften ausgetauscht werden, auch wenn er noch funktionstüchtig ist?

• Erster Blick in die Wohnung: Welchen ersten Eindruck haben Sie? Nehmen Sie unangenehme Gerüche – wie etwa angestaute Feuchtigkeit oder Tabakgeruch – wahr? Oder fühlen Sie sich gleich wohl in der Wohnung?

• Boden und Bodenbelag: Welcher Boden liegt in der Wohnung? Linoleum, Laminat, Parkett oder Teppich? Wenn es Teppich ist – was ist darunter? Ein alter Dielenfußboden? Welchen Eindruck machen die Holzböden?

• Wände und Decken: Es ist ganz wichtig, dass Sie die Beschaffenheit der Wände und Decken genau kennen. Wenn Sie später Küchenschränke aufhängen wollen, die Wände aber aus verschiedenen Steinen und Trockenbauplatten bestehen, kann diese Überraschung Sie reichlich Nerven kosten. Jede Art von Mauerwerk benötigt andere Dübel und hat eine differente Tragfähigkeit.

• Türen und Fenster: Sind sie schlecht verbaut oder veraltet, können Ihre Heizkosten schnell in die Höhe schießen oder es droht Schimmel.

• Energieausweis: Lassen Sie sich vom Verkäufer den Energieausweis des Hauses vorlegen. Er gibt an, wie hoch der Energieverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche ist und ist ein guter Anhaltspunkt dafür, wie energieeffizient das Haus gebaut oder saniert wurde.

• Küchen- und Einbauschränke: Gehören zu Wohnung Einbauschränke im Flur oder im Schlafzimmer und ist noch eine Küche verbaut, so inspizieren alles sehr genau, um über Verbleib oder Entsorgung entscheiden zu können.

• Küche und Bad: Nehmen Sie nicht nur die Armaturen und Fugen in Augenschein, drehen Sie getrost einmal alle Hähne auf und spülen Sie. Funktioniert alles? Kommt klares und warmes Wasser zügig an? Gab es in den letzten Jahren Rohrbrüche, die Folgeschäden nach sich ziehen könnten?

• Dachboden und Keller: Beide Lokalitäten sind prädestiniert für Feuchtigkeit und damit auch für Schimmel. Dachböden sind zudem häufig beliebte Brutplätz für Tauben.

• Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen: Lassen Sie sich diese Dokumente zur Einsicht aushändigen, um die Stimmung unter den Eigentümern einschätzen zu können und natürlich, um zu erfahren, ob für die nahe Zukunft größere Sanierungen beschlossen wurden. Gleichzeitig erfahren Sie so auch, wie hoch die Instandhaltungsrücklage ist und ob eine Erhöhung der Einzahlungen im Raum steht.

Dazu ein Beispiel: Eine Eigentumswohnung aus den 1990er Jahren wirkt auf den ersten Blick attraktiv: Guter Preis, ordentliche Lage, gepflegter Zustand.

Ein Blick in die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen offenbart jedoch:

- die Instandhaltungsrücklage ist gering,

- die Heizungsanlage ist veraltet,

- es wird über ein nötige Fassadensanierung diskutiert.

Für Sie als Käufer bedeutet dies: Sie werden zusätzlich zum Kaufpreis in den nächsten Jahren mehrere tausend Euro zahlen müssen, um die erforderlichen Modernisierungsmaßnahmen mitzufinanzieren. Der vermeintlich günstige Einstiegspreis relativiert sich dadurch schnell.

3. Nachbarschaft und Umgebung

Wenn Sie bislang Mieter waren, dann haben Sie diese Erfahrung vielleicht selbst schon gemacht: Die richtige Nachbarschaft kann den Unterschied zwischen einer angenehmen Wohnsituation und ständigem Stress ausmachen.

• Bedeutung der Nachbarschaft: Wer wird im Falle eines Kaufs der Wohnung in Ihrer Nähe wohnen? Handelt es sich um Familien mit kleinen Kindern, junge Berufstätige oder eher um ältere Menschen? Eine Nachbarschaft, die zu Ihrem Lebensstil passt, erleichtert Ihnen den Alltag erheblich.

• Kriminalitätsrate und Sicherheit: Recherchieren Sie die Sicherheitslage und die Kriminalitätsrate in der Umgebung. Und schauen Sie sich in einem zweiten Schritt die Gegend am besten zu verschiedenen Tageszeiten an. Sprechen Sie mit Anwohnern, um ein Gefühl für die Sicherheit in der Nachbarschaft zu bekommen.

• Lärmbelästigung: Lärm ist ein oft unterschätzter Faktor, der die Wohnqualität empfindlich beeinträchtigen kann. Achten Sie auf potentielle Lärmquellen wie stark befahrene Straßen, Bahntrassen oder Kneipen in der Nähe. Auch regelmäßige Veranstaltungen oder Baustellen in der Umgebung können Ihrem Nervenkostüm arg zusetzen.

• Soziale Infrastruktur: Schulen und Kindergärten, Ärzte, Apotheken und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe machen das Leben deutlich einfacher und komfortabler. Auch kulturelle Einrichtungen wie Kino, Theater und Museum oder diverse Sportanlagen können die Attraktivität der Lage erhöhen. Bedenken Sie dabei stets, dass die Immobilie nicht nur heute, sondern auch in Zukunft Ihren Anforderungen an eine gute Wohngegend gerecht werden sollte – nur dann handelt es sich um eine für Sie auch „emotional rentable“ Investition.

Nutzen Sie die Expertise von Aurentum Immobilien beim Wohnungskauf im Landkreis Kelheim

Der Kauf einer Wohnung im Landkreis Kelheim kann eine gute Entscheidung sein, von der Sie wirtschaftlich profitieren – entweder, weil Sie fortan keine Miete mehr zahlen müssen, sondern Monat für Monat in Ihr Eigentum investieren. Oder weil Sie durch Vermietung Einnahmen erzielen, mit denen Sie Ihren Kredit tilgen können und im Alter schließlich selbst mietfrei wohnen können. Wichtig ist jedoch, dass Sie Ihre Eigentumswohnung mit Bedacht auswählen – so dass Lage, Zustand und Nachbarschaft langfristig passen. Versichern Sie daher am besten der Expertise eines erfahrenen Maklers von Aurentum Immobilien, der den lokalen Markt kennt und genau weiß, welche Wohnungen in welchen Regionen von Kelheim, Abensberg, Mainburg oder im Landkreis mit Ihren Vorstellungen und Ihren Budget harmonieren. Als zertifizierte Sachverständige für die Immobilienbewertungermitteln die Makler von Aurentum Immobilien den genauen Verkehrswert auf Basis anerkannter Verfahren – so können Sie sicher sein, dass Sie eine werthaltige Immobilie erwerben. Bedenken Sie gleichwohl: Der Kauf einer Eigentumswohnung geht auch mit einigen Verpflichtungen einher, die Sie als Mitglied einer Eigentümergemeinschaft erfüllen müssen. Jetzt kostenlose Immobilienbewertung durch Aurentum anfragen.

FAQs

Die typischen Nebenkosten beim Wohnungskauf im Landkreis Kelheim summieren sich auf etwa 10 bis 12 Prozent des Kaufpreises. Sie setzen sich wie folgt zusammen: Grunderwerbsteuer in Bayern 3,5 %, Notar- und Grundbuchkosten 1,5 - 2 %, Maklerprovision üblicherweise 3,57 %, sonstige wie Gutachter- und Umzugskosten. Die Kaufnebenkosten beim Wohnungskauf unterscheiden sich in Art und prozentualer Höhe daher nicht von denen eines Hauskaufs.

Ja. Grundsätzlich können Sie Ihre Eigentumswohnung jederzeit verkaufen, es gibt kein Gesetz, dass Ihnen einen solchen Schritt verbietet. Gleichwohl sollten Sie im Einzelfall folgendes beachten: 1. War die Wohnung vermietet, so müssen Sie bei einem Verkauf vor Ablauf der sogenannten Spekulationsfrist von 10 Jahren Spekulationssteuer zahlen. 2. Läuft Ihre Finanzierung noch, so wird Ihnen Ihre Bank bei vorzeitiger Kreditkündigung eine Vorfälligkeitsentschädigung in Rechnung stellen. Und ist schließlich 3. in der Teilungserklärung festgelegt, dass der Hausverwalter dem Verkauf zustimmen muss, so benötigen Sie entsprechend dessen Einwilligung – er darf sie jedoch nur aus gewichtigem Grund verweigern.

Ein Sondernutzungsrecht bezeichnet die Befugnis eines Eigentümers innerhalb einer Eigentümergemeinschaft bestimmte Gebäudeteile oder Flächen, die eigentlich zum Gemeinschaftseigentum gehören, exklusiv zu nutzen und andere Eigentümer davon auszuschließen. Üblicherweise werden Sondernutzungsrechte für Stellplätze, Terrassen und Gartenflächen, Kellerabteile oder Dachböden erteilt. Sie sind für gewöhnlich in der Teilungserklärung fixiert – und steigern den Wert einer Eigentumswohnung bisweilen erheblich. Logisch, wenn es sich beispielsweise um exklusive Nutzungsrechte für Gartenflächen oder für eine komplette Terrasse handelt.

Die Höhe des Haushaltsgelds variiert je nach Ausstattung und Alter des Gebäudes. Sehr pauschal und mit allen Vorbehalten, die einer allgemeinen Aussage anhaften, gelten Beträge zwischen 3,00 Euro und 4,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche als üblich. Das Haushaltsgeld deckt alle Kosten für den Betrieb, die Instandhaltung und die Verwaltung des Gemeinschaftseigentums ab, also Müllabfuhr, Wasser und Abwasser, Gebäudereinigung und Gartenpflege, den Hausmeister, die Versicherung und die Verwaltergebühren sowie die Instandhaltungsrücklage. Ein Aufzug im Haus kostet Strom und Wartung – und erhöht folglich die Allgemeinkosten. Bei älteren Gebäuden kann der Betrag zudem nennenswert höher liegen und 8,00 Euro bis 9,50 Euro erreichen, weil entsprechend höhere Rücklagen für Sanierungen gebildet werden müssen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Rechts-, Steuer-, Finanzierungs- oder Anlageberatung dar. Trotz sorgfältiger Erstellung übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte. Die dargestellten Informationen ersetzen keine individuelle Beratung, da jede Immobilienentscheidung von den Umständen des Einzelfalls abhängt. Vor wirtschaftlichen, rechtlichen oder steuerlichen Entscheidungen sollte stets fachkundiger Rat (z. B. Rechtsanwalt, Notar, Steuerberater oder Finanzierungsexperte) eingeholt werden.

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