Als Eigentümer in Kelheim, Abensberg, Mainburg oder im Landkreis möchten Sie natürlich einen guten Preis erzielen, wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen. Nicht selten jedoch ist das eigene Zuhause schon ein wenig in die Jahre gekommen: Die Dachziegel sind mit Moos bewachsen, das Weiß der Fassade hat seine Strahlkraft längst eingebüßt und die Innenausstattung trägt den verblichenen Charme der 80er Jahre. Es stellt sich folglich die konkrete Frage: Soll ich das Haus vor dem Verkauf noch renovieren – und so seinen Wert steigern und einen höheren Kaufpreis erreichen? Oder soll ich mir die Mühe und das Geld sparen und direkt verkaufen – auch wenn ich dann beim Kaufpreis Abstriche hinnehmen muss? Wie so oft, gibt es keine Patentantwort, die immer passt. Gleichwohl lohnt es sich in den allermeisten Fällen, zumindest ein wenig Hand anzulegen, um die Immobilie in der emotionalen Wahrnehmung des potentiellen Käufers attraktiver erscheinen zu lassen.
Eine kostenlose Immobilienbewertung liefert hierfür eine erste, fundierte Entscheidungsgrundlage.
Lesen Sie im folgenden Ratgeber, welche Renovierungsmaßnahmen den Verkaufspreis positiv beeinflussen, welche Rolle die Nachfrage vor Ort dabei spielt und wie wir von Aurentum Immobilien Ihnen bei der Entscheidungsfindung hilfreich zur Seite stehen.
Haus vor dem Verkauf renovieren – Will ist das überhaupt?
Zwei Seiten einer Medaille: Eine renovierte Immobilie sieht hübscher aus, wirkt auf Interessenten „wertvoller“, attraktiver und einladender. Umgekehrt: Käufer möchten sich ihre Fliesen lieber selber aussuchen, Bodenbelag und Wandfarbe auch, deshalb macht es mehr Sinn, wenn sie selbst renovieren.
Unabhängig davon, welche Einstellung wirtschaftlich klüger ist – und darum soll es im folgenden Beitrag gehen – Sie als Eigentümer in Kelheim, Abensberg oder Mainburg müssen sich zunächst eine wichtige Frage beantworten: Selbst, wenn es am Ende einen höheren Kaufpreis bringt, soll ich mir den Stress einer Renovierung überhaupt antun? Will ich das wirklich? Angebote einholen, Handwerker organisieren, Termine koordinieren? Oder akzeptiere ich, dass ich vielleicht nicht den maximalen Kaufpreis bekomme, habe aber mit der Abgabe an einen Makler meine ganze „Arbeit“ erledigt und erscheine nur noch beim Notar, um den Kaufvertrag zu unterschreiben? Es ist Ihre Immobilie und Sie allein können das Verkaufsprocedere bestimmen. Wir von Aurentum Immobilien helfen Ihnen mit einer unverbindlichen Beratung gerne bei Ihrer Entscheidungsfindung.
Wenn Sie den Wert Ihrer Immobilie jedoch durch gezielte Renovierungen steigern möchten, um sie schneller, leichter und zu einem höheren Preis verkaufen zu können, dann kommt es darauf an, dass Ihre Investitionen nicht höher ausfallen als das Plus, das Sie dadurch beim Kaufpreis erreichen.
Gut zu wissen: Nutzen Sie die kostenlose Immobilienbewertung von Aurentum Immobilien, um nicht nur den aktuellen Marktwert Ihrer Immobilie zu erfahren. Die qualifizierten Makler von Aurentum Immobilien können Ihnen auch „ausrechnen“, welche Wertsteigerung durch welche Renovierungsmaßnahmen möglich ist. So treffen Sie einen fundierten Kosten-Nutzen-Beschluss.
Worin unterscheiden sich Renovierung, Sanierung und Modernisierung?
Die Begriffe „Renovierung“, „Sanierung“ und „Modernisierung“ werden im Alltag oft synonym verwandt. Es gibt jedoch einige wesentliche Unterschiede.
• Was ist eine Renovierung?
Ziel einer Renovierung ist vorrangig die optische Verschönerung der Immobilie. Sie umfasst daher insbesondere die auch so klassifizierten Schönheitsreparaturen, also beispielsweise:
- das Streichen und/oder Tapezieren von Wänden und Decken,
- das Streichen von Fenstern und Türen,
- die Erneuerung des Fußbodenbelags,
- das Reinigen der Fassade,
- Kleinreparaturen wie die Erneuerung des Duschschlauchs, der Austausch vergilbter Steckdosen oder die Beseitigung des tropfenden Wasserhahns,
- das Schneiden der Hecke und das Streichen des Gartenzauns.
Renovierungsmaßnahmen sind nicht zwingend notwendig, steigern jedoch das Wohngefühl und erhöhen die optische Attraktivität der Immobilie. Die meisten Arbeiten können Sie als Eigentümer in Kelheim, Abensberg oder im Landkreis auch ohne Vorkenntnisse selbst ausführen.
• Wodurch zeichnet sich eine Sanierung aus?
Anders als bei einer Renovierung geht es bei einer Sanierung darum, einen ernsthaften Mangel an der Immobilie zu beseitigen. Wenn Sie so wollen, steht die Renovierung für die Kür, während eine Sanierung nahezu immer das Pflichtprogramm markiert – etwa, weil durch den Schaden die Nutzbarkeit der Immobilie ernsthaft gefährdet ist. Typische Beispiele sind:
- die Beseitigung von Schimmel,
- die Trockenlegung eines feuchten Kellers,
- die Reparatur eines undichtes Daches,
- der Austausch defekter Elektroleitungen/Wasserrohre.
Sanierungsmaßnahmen dienen dazu, schwerwiegende Mängel an der Immobilie zu beseitigen. Die nicht selten aufwendigen Arbeiten müssen in aller Regel durch spezialisierte Handwerker und Fachbetriebe erledigt werden.
• Was sind die Kennzeichen einer Modernisierung?
Eine Modernisierung richtet den Fokus darauf, die Immobilie allgemein zu „verbessern“ und auf den neuesten Stand zu bringen – um so den Wohnkomfort und auch den Wert der Immobilie zu steigern. Zu den Modernisierungsmaßnahmen zählt auch – trotz der widersprüchlichen Bezeichnung – die energetische Sanierung. Klassische Arbeiten in diesem Sinn sind daher:
- die Dämmung des Daches und der Außenwände,
- der Einsatz von Fenstern mit Isolierglas,
- der Austausch einer veralteten Heizung,
- aber auch der barrierefreie Umbau des Bades oder
- die technische Aufrüstung des Hauses.
Modernisierungsmaßnahmen erhöhen die qualitative Wertigkeit der Immobilie und den individuellen Wohnkomfort. Die Modernisierung steht dafür für eine Art „upgrade“ des Hauses.
Nicht jede Renovierung steigert automatisch den Verkaufspreis. Wer sein Haus im Landkreis Kelheim verkaufen möchte, sollte gezielt investieren – abgestimmt auf den lokalen Markt und die Käuferzielgruppe.Unsere erfahrenen Immobilienmakler beraten Sie dabei, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wo unnötige Kosten vermieden werden können.
Welche Maßnahmen steigern den Verkaufspreis?
Zwei grundsätzliche Bemerkungen vorab:
1. Immobilienkäufer erwarten eine ästhetisch-ansprechende Optik: Nur wenn die Immobilie sauber und ordentlich ist, macht sie auch einen wertvollen Eindruck. Sieht es drinnen renovierungsbedürftig aus, dann folgern viele Interessenten, dass es weitere Schäden, Mängel oder Probleme gibt. So unlogisch diese Schlussfolgerung auch sein mag – Sie müssen als Eigentümer in Kelheim, Abensberg, Mainburg oder Neustadt a. d. Donau beim Immobilienverkauf mit dieser psychologischen Kapriole kalkulieren.
2. Kaufinteressenten schätzen die Kosten für Renovierungen in aller Regel deutlich höher ein, als sie es tatsächlich sind.
Aus beiden Punkten ergibt sich, dass Sie als Verkäufer immer gut beraten sind, Ihr Haus mit ein paar dekorativen Maßnahmen – wie dem Streichen der Wände und der Entsorgung des alten, verfleckten Teppichbodens – auf Vordermann zu bringen. Ein gepflegtes, sauberes Haus wirkt auf potentielle Käufer sympathischer, sie können sich eher vorstellen, die Immobilie zu ihrem neuen Zuhause zu machen – und sind daher eher bereit, den verlangten Kaufpreis ohne Abstriche zu bezahlen.
Neben diesen grundsätzlichen Vorkehrungen können Sie den Wert Ihrer Immobilie – und damit den möglichen Verkaufserlös – durch konkrete Maßnahmen steigern:
• Energetische Mindeststandards: Wenn Ihr Haus vor Februar 2002 gebaut wurde, dann müssen Neu-Eigentümer gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG) innerhalb von zwei Jahren für bestimmte energetische Mindeststandards sorgen – und an dieser Regelung wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch die neue Bundesregierung nicht rütteln. Viele Käufer wissen nicht, welche Kosten da auf sie zu kommen und scheuen zudem den Aufwand. Sie erzielen einen psychologischen und auch praktischen Vorteil, wenn Sie Ihr Haus vor dem Verkauf so renovieren, dass diese Vorgaben bereits erfüllt sind: Der Aufwand und die Kosten sind überschaubar: Sie müssen die oberste Geschossdecke dämmen und die wasserführenden Rohre isolieren. Und wenn Sie schon dabei sind – dämmen Sie die Kellerdecke gleich mit.
• Dach: Dass Ihre Immobilie mit einem dichten Dach in die Vermarktung starten sollte, versteht sich von selbst. Möchten Sie die Energiebilanz Ihres Haus verbessern, dann empfiehlt sich eine zusätzliche Dämmung des Daches. Mit etwas handwerklichem Geschick klappt das sogar in Eigenregie.
• Fassade: Die Außenwand ist enorm wichtig für den ersten Eindruck, den Ihr Haus vermittelt. Lassen Sie sie auf jeden Fall reinigen, falls Wind und Wetter der Optik zugesetzt haben und sich ein unschöner Grünbelag abgesetzt hat.
• Keller: Besonders in älteren Immobilien sind feuchte Keller ein echtes Problem. Sie bergen grundsätzlich die Gefahr, dass sich irgendwann Schimmel bildet. Wenn Sie für Ihr Haus einen guten Preis erzielen möchten, dann sollten Sie dieses Manko unbedingt beseitigen. Die Erfolgsaussichten sind gut: Spezialfirmen schaffen es mit sogenannten Horizontalsperren, Keller dauerhaft trocken zu legen. Sie geben darauf zumeist eine Garantie von 25 Jahren – die Sie als stichhaltiges Argument in Ihren Verkaufsverhandlungen anführen können.
Tipp: Die qualifizierten Makler von Aurentum Immobilien sind in Kelheim, Abensberg und im Landkreis gut vernetzt und arbeiten mit vielen örtlichen Handwerksbetrieben vertrauensvoll zusammen. Sie können Ihnen verlässliche Firmen empfehlen, mit denen sie stets gute Erfahrungen gemacht haben.
• Heizung: Die Energiekosten für fossile Heizungen werden in den nächsten Jahren rasant steigen – und darüber sind sich auch mögliche Käufer im Klaren. Haben Sie noch eine betagte Ölheizung im Keller, dann beschert dieser Umstand ihrem Eigenheim Negativpunkte – sowohl beim Verkaufspreis als auch bei der Dauer, die Ihre Immobilie „im Verkaufsregal steht“. Ein Heizungstausch sprengt gleichwohl den üblichen Renovierungsrahmen für einen Verkauf und fällt, siehe oben, bereits in die Kategorie Modernisierung. Entscheiden Sie sich dazu, dann können Sie logischerweise bereits mit einem deutlichen höheren Angebotspreis in die Vermarktung starten.
• Garten: Jeder Garten zählt per se zu den Vorzügen, die eine Immobilie mitbringt. Er verkehrt sich jedoch in sein Gegenteil, wenn es sich um überwucherte, ungepflegte Quadratmeter handelt, die eine Nutzbarkeit kaum mehr erkennen lassen. Kümmern Sie sich daher tunlichst auch um das Ambiente Ihrer Außenanlagen. Stutzen Sie die Hecken, beschneiden Sie die Sträucher und verwandeln Sie Wildwuchsflächen wieder in Wiese oder Rasen. Ein Eimer Farbe für den Gartenzaun ist ebenfalls eine lohnende Investition.
• Balkon: Schrubben Sie die Brüstung und lassen Sie einen Hochdruckreiniger für saubere Verhältnisse auf dem Boden sorgen. Streichen Sie gegebenenfalls Brüstung und Geländer mit einer neutralen All-Wetter-Farbe.
• Bodenbeläge: Nichts zerstört die Atmosphäre eine Raums nachdrücklicher als ein abgewetzter Teppich. Auf jeden Fall weg damit! Schauen Sie zunächst nach, ob sich die darunterliegenden Bodendielen für eine Aufarbeitung eignen. In aller Regel ist es jedoch einfacher – und auch kostengünstiger – gleich neues Laminat zu verlegen. Tipp: Viele Baumärkte bieten einen eigenen Verlege-Service an – der kommt schnell und ist zumeist recht preisattraktiv.
• Innenausstattung: Bei der Entscheidung, das Haus vor dem Verkauf zu renovieren, bietet die Innenausstattung grundsätzlich den größten Handlungsspielraum. Hier müssen Sie besonders nüchtern abwägen, ob sich die Investitionen durch einen entsprechend höheren Verkaufserlös amortisieren. Die Verwandlung eines alten Bades mit Leitungen auf Putz und bunten Fliesen in ein moderne Wohlfühloase mit hellen, großen Fliesen, ebenerdiger Dusche und Eckbadewanne kann gehörig ins Geld gehen – wird von potentiellen Käufern allerdings auch zumeist honoriert. Der Kauf einer neuen Einbauküche ist dagegen kaum zu empfehlen – das Geschmacksspektrum ist recht vielfältig. Was wiederum für den Einbau von Fenstern mit Isolierglas nicht gilt.
Gut zu wissen: Wenn Sie sich unsicher sind, mit welchen Renovierungsmaßnahmen Sie den größten Effekt beim Verkaufspreis erzielen, besprechen Sie sich mit einem Makler von Aurentum Immobilien. Er kennt den lokalen Markt sowie die Zielgruppe für Ihr Haus und kann Ihnen genau sagen, welche Investitionen sich lohnen.
Wann zahlt sich Home Staging beim Immobilienverkauf aus?
Beim Verkauf einer Immobilie kommt es immer entscheidend darauf an, dass sich potentielle Käufer vorstellen können, wie sie selbst in den angebotenen Räumen wohnen könnten, wie sie sich dort einrichten würden. Nur wenn dies auf Anhieb gelingt, haben Sie den Interessenten quasi „emotional gewonnen“. Nun hat die Forschung schon vor Jahren herausgefunden, dass nur zwei von zehn Menschen einen leeren Raum in seinem Größendimensionen richtig einschätzen können. Anders ausgedrückt: Nur ein Fünftel der Testpersonen war in der Lage, korrekt anzugeben, ob ein bestimmter Gegenstand in eine bestimmte Ecke oder an eine bestimmte Wand passte.
Home Staging ist ursprünglich aus dieses Erkenntnissen hervorgegangen: Es steht für alle Anstrengungen, eine Immobilie („home“) so zu inszenieren („staging“), dass sie ein einladendes Wohlfühlambiente erhält, das einerseits Fixpunkte bietet, andererseits ausreichend Raum für die individuelle Identifikation des Käufers offenlässt. Praktisch: Im leeren Raum werden ein gemütliches Sofa mit Kissen, Tisch und Lampe, Bodenvase und ein paar ausgewählte Dekoartikel so arrangiert, dass die Dimensionen klar erkennbar sind. Wenn Ihr Haus bei der Besichtigung leer ist, begünstigt Home Staging die emotionale „Vereinnahmung“ des Interessenten und fördert eine unterschwellig positive Gesamteinschätzung. Diese emotionale Bindung begünstigt eine deutlich kürzere Verkaufsdauer und regelmäßig einen nennenswert höheren, finalen Verkaufspreis.
Beides gilt auch für den zweiten Strategieansatz vom Home Staging, der immer dann greift, wenn die Immobilie zum Besichtigungszeitpunkt noch möbliert ist. Er zielt auf die „Entpersonalisierung“ des zu verkaufenden Hauses: Alle persönlichen Gegenstände und die meisten Möbel werden entfernt, um Interessenten hinreichend Raum für ihre individuellen Vorstellungen zu lassen. Halten Sie sich immer vor Augen: Interessenten wollen nicht Ihr Zuhause kaufen, sondern sind auf der Suche nach einem Ort, an dem sie ihre eigenen Wohnträume verwirklichen können.
Im Saldo: Alle Erfahrungswerte von Eigentümern und Maklern belegen, das Home Staging die Verkaufsdauer einer Immobilie um durchschnittlich 40 Prozent verkürzt, während zeitgleich ein um 10 bis 15 Prozent höherer Verkaufspreis erzielt wird – nicht zuletzt deshalb, weil Interessenten von der Immobilie emotional so begeistert sind, dass sie zumeist auf Kaufpreisverhandlungen verzichten. Gerne beraten wir von Aurentum Immobilien Sie konkret zu den Optionen, die für Ihre Immobilie in Frage kommen könnten.
Ein wirkungsvolles Mittel, um die emotionale Wahrnehmung von Kaufinteressenten zu steigern, ist Home Staging beim Immobilienverkauf. Richtig eingesetzt, kann es die Verkaufsdauer deutlich verkürzen und einen höheren Preis ermöglichen – oft ohne große bauliche Eingriffe.
Haus vor dem Verkauf renovieren: Welche Rolle spielt die Nachfrage?
Ob es sich für Sie lohnt, Ihr Haus vor dem Verkauf zu renovieren, ist auch abhängig vom lokalen Markt, sprich: von der Nachfrage, mit der Sie im Landkreis Kelheim rechnen können. Wir haben Ihnen folgend einmal die vier klassischen Szenarien aufgelistet, die sehr eindringlich zeigen, wie schwer der Faktor Nachfrage wiegt.
• Strukturschwache Gebiete mit demografischem Schwund
Kennen Sie die Stadt Pirmasens? Das Magazin „Focus“ hat der rheinland-pfälzischen Gemeinde in 2025 zu wenig rühmlicher Bekanntheit verholfen: Sie verfügt mit 17,3 Prozent über die höchste Leerstandsquote an Wohnungen in der gesamten Bundesrepublik. In einem Umfeld, in dem es ohnehin schon viel freien Wohnraum gibt, der gar nicht benötigt wird, macht es folglich keinen Sinn, das eigene Haus vor dem Verkauf zu renovieren. Das gilt nicht nur für Pirmasens, sondern generell für Regionen, in denen die Nachfrage mau bis nicht vorhanden ist: Objektiv erhöhen Sie durch eine Renovierung zwar den Wert Ihrer Immobilie, dieser führt jedoch nicht zu einem höheren Verkaufserlös – weil die Nachfrageseite schwächelt.
• Begehrte Wohnlagen in beliebten Metropolen
Kontrapunkt: Auf der Website eines Immobilienmaklers aus München war ebenfalls 2025 ein „Häuschen“ zu begutachten, dass sich gut für eine „Vorher - Nachher“-Fotofolge eines Sanierungsunternehmens geeignet hätte – nur dass es den Zustand vor (!) der Sanierung zeigte. Die Immobilie war nicht nur renovierungs-, sondern stark sanierungsbedürftig und wurde trotzdem so angeboten. Dass der Eigentümer überhaupt nicht auf die Idee gekommen war, das Haus vor dem Verkauf zu renovieren, war schlicht dem Umstand geschuldet, dass es in einem Gebiet mit schwindelerregend hohen Bodenrichtwerten lag. Zielklientel war klipp und klar ein Investor, der das marode Bauwerk ohnehin abreißen lassen würden, um an gleicher Stelle völlig neu zu bauen.
• Regionen mit wachsender Wirtschaft und/oder Bevölkerung
In Regionen, in denen die Nachfrage das Angebot an Immobilien übersteigt, haben Sie die besten Aussichten, einen höheren Verkaufspreis zu erzielen, wenn Sie Ihr Haus vor dem Verkauf renovieren. Die hohe Nachfrage garantiert Ihnen eine verlässliche Interessentenschar, die auch einen höheren Preis zu zahlen bereit ist. In einem eher städtisch geprägten Umfeld begünstigt ein weiterer Faktor diesen Umstand: Viele der Käufer vor Ort haben kein Interesse daran, in das neue Haus zunächst die Handwerker einziehen zu lassen, die notwendige Modernisierungsarbeiten vornehmen. Lassen Sie Ihre Immobilie vor dem Verkauf daher nicht nur renovieren, sondern renovieren Sie „zielgruppenkonform“: Sorgen Sie dafür, dass die energetischen Auflagen erfüllt sind, dass das Bad einen modernen Komfort verspricht und die Heizung am besten mit erneuerbaren Energien läuft. Zusätzlich punkten Solar auf dem Dach und Regenwasseraufbereitung im Garten.
• Gebiete mit relativ ausgeglichenem Angebot-Nachfrage-Status
In Gebieten, die mit geografischen Vorzügen punkten, also mit ihrer Nähe zu Wasser, respektive Bergen, halten sich Bevölkerungszuzug und Abwanderung oftmals die Waage – so dass die Nachfrage eher auf einem konstanten Niveauliegt. Auch hier lohnt es sich, Ihr Haus vor dem Verkauf zu renovieren, weil Sie sich so von der Masse der Angebote abheben. Achten Sie besonders darauf, dass die Arbeiten zu einem Plus an Komfort und Wohnqualität führen. Moderne Bodenbeläge und ein Bad zum Wohlfühlen zählen dazu, aber auch gut gedämmte Fenster und Außenwände.
Gut zu wissen: Der aufstrebende Landkreis Kelheim darf irgendwo zwischen den beiden letzten Modellregionen eingeordnet werden – mit klarer Tendenz in Richtung wachsende Wirtschaft und wachsende Bevölkerung. Zukunftsgerichtete Investitionen und die Nutzung der geographischen Vorteile signalisieren eine fortgesetzte, zukünftige Dynamik, die wir von Aurentum Immobilien zusammen mit Ihnen als Eigentümer gerne begleiten.
Wann rechnet sich eine Komplettsanierung vor dem Verkauf?
Die Komplettsanierung einer Immobilie vor dem Verkauf ist nicht nur ein recht kostspieliges, sondern vor allem auch ein zeitintensives Unterfangen. Sie benötigen daher zwei feste Parameter für Ihre Planung: Einen recht großzügigen zeitlichen Vorlauf und die an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit, dass sich Ihre Investitionen durch einen rasant steigenden Verkaufspreis amortisieren. Eine solche Ausgangssituation ist für gewöhnlich nur gegeben, wenn die Immobilie auf Grund und Boden steht, dessen Bodenrichtwert durch eine kontinuierlich wachsende Nachfrage in den vergangenen Jahren extrem gestiegen ist. Das ist häufig in den begehrten Wohnlagen von Metropolregionen der Fall: Hier kann es sich rechnen, das Haus vor dem Verkauf so zu modernisieren, dass es dem Anspruchsprofil der dortigen, finanziell bestens ausgestatteten Klientel entspricht.
Was die Kosten eines solchen Vorhabens angeht, hier einmal ein paar (pauschale) Verhältniswerte: Das Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern (BKI) veranschlagt die Kosten für die gängigen Anstrengungen, ein Haus vor dem Verkauf zu renovieren, auf 500 bis 600 Euro je Quadratmeter. Für eine Komplettsanierung müssen Sie hingegen mit Kosten zwischen 1.200 Euro bis 1.600 Euro für den Quadratmeterkalkulieren. Die Komplettsanierung einer 120 Quadratmeter großen Immobilie schlägt somit mit Kosten von 144.000 Euro bis 192.000 Euro zu Buche. Anmerkung: Dieses recht breite Kosten-Spektrum resultiert aus den zugrundeliegenden Variablen, also beispielsweise aus dem aktuellen Zustand des Hauses, dem final angestrebten Zustand, der Qualität und der Verfügbarkeit der eingesetzten Materialien, der eventuellen Eigenleistung und den regional unterschiedlichen Kosten für die benötigten Handwerker. Trotzdem: Die angegebenen Zahlen verdeutlichen, dass Sie eine solche Investition nur dann wagen sollten, wenn Sie absolut sicher sind, dass Sie Ihr Geld mit erklecklichem Plus wieder hereinbekommen.
In welchen Fällen empfiehlt es sich, unrenoviert zu verkaufen?
So wie die Komplettsanierung den einen Extrempol auf der Skala einer empfohlen Renovierung vor dem Verkauf markiert, so steht die Veräußerung im vorhandenen Ist-Zustand für die andere Radikalposition. Aber auch dafür kann es gewichtige Gründe geben:
1. Gehört die Immobilie einer Erbengemeinschaft, die sich mit Ach und Krach darauf verständigt hat, das Haus zu verkaufen, so übersteigt eine (zusätzliche) Einigung über eine Renovierung in den allermeisten Fällen die Konsensfähigkeit der einzelnen Mitglieder. Nicht selten steht oft zudem die Verkaufsgeschwindigkeit im Vordergrund – weil beispielsweise mit dem Verkaufserlös noch andere Posten bezahlt werden müssen. Die Konstellationen rund um solche Erbimmobilien rechtfertigen den unrenovierten Verkauf, weil die Alternative ansonsten Verfall, statt Verkauf wäre.
2. In all jenen Fällen, in denen eine Renovierung dazu führt, dass Mängel überdeckt werden, sollten Sie tunlichst ebenfalls die Finger davonlassen – Sie riskieren ansonsten, dass Sie schadenersatzpflichtig werden, weil Ihnen Arglist unterstellt werden kann. Ein geradezu klassisches Beispiel ist die „Überstreichung“ von Schimmel. Entdecken Sie den ungebetenen Hausbewohner im Keller oder in Erdgeschossräumen Ihrer Immobilie im Kelheim oder im Landkreis, dann schaffen Sie mit einem Eimer Farbe einen versteckten Mangel, der letztlich auf Sie zurückfällt.
Gerade bei mehreren Eigentümern oder Zeitdruck empfiehlt sich häufig der Verkauf im Ist-Zustand. Lesen Sie hierzu auch: Erbimmobilie verkaufen – was beachten?
Renovierung vor dem Verkauf – Steuerliche Aspekte
Prinzipiell gestaltet es sich schwierig, die Renovierungskosten vor dem Verkauf einer selbstgenutzten Immobilie von der Steuer abzusetzen. Der Gesetzgeber erkennt private Aufwendungen für Haus oder Wohnung nicht als steuermindernd an. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Von den sogenannten haushaltsnahen Dienstleistungen – zu denen eben auch Handwerkerleistungen für Renovierung, Modernisierung oder Erhaltung gehören – können Sie 20 Prozent der Arbeitskosten steuerlich geltend machen – bis zu einem Maximalbetrag von 6.000 Euro im Jahr. Ihre Entlastung beläuft sich daher auf höchstens 1.200 Euro. Wichtig: Das Finanzamt interessiert sich nur für die reinen Arbeits- und Fahrtkosten, nicht für die Materialkosten. Sie müssen also darauf achten, dass diese beiden Positionen auf Ihren Handwerkerrechnungen separat aufgeführt werden.
Fazit: Dekorative Maßnahmen lohnen sich immer, der Rest ist Abwägungssache
Bestimmte Renovierungsmaßnahmen, wie Malerarbeiten und kleinere Schönheitsreparaturen, erhöhen grundsätzlich die Chance, schnell einen Käufer zu finden, der auch bereit ist den verlangten Kaufpreis zu bezahlen. Sie können Ihre Immobilie in Kelheim, Abensberg, Mainburg oder im Landkreis mit relativ wenig Aufwand und zu geringen Kosten optisch so verschönern, dass sie auf Interessenten sympathischer und einladender wirkt. Grundlegende Modernisierungen oder gar Sanierungen steigern zwar nachweislich den Immobilienwert und damit auch den erreichbaren Verkaufspreis, sie setzen gleichwohl Investitionen in Form von Finanzmitteln und Zeit voraus. Lassen Sie sich auf jeden Fall von einem qualifizierten Makler von Aurentum Immobilien beraten, der Ihnen genau sagen kann, ob sich Ihre Investitionen durch ein Plus beim Verkaufspreis direkt amortisieren. Die Makler von Aurentum Immobilien kennen den lokalen Markt und die Wünsche potentieller Zielgruppen sehr genau und geben Ihnen hilfreiche Tipps, mit welchen konkreten Maßnahmen Sie den größtmöglichen Erfolg erzielen.
FAQs
1. Soll ich mein Haus vor dem Verkauf renovieren?
Ja. Kleinere Schönheitsreparaturen und die Instandsetzung defekter Funktionsteile wirken sich positiv auf die Gesamtoptik der Immobilie aus, kosten nicht viel und empfehlen sich daher auf jeden Fall. Ob sich größere, auch finanzielle Anstrengungen rechnen, hängt vom Zustand der Immobilie und der Nachfrage am lokalen Markt ab. Lassen Sie sich von einem Makler mit fundierter Fach- und Ortskenntnis beraten.
2. Sind Renovierungskosten vor dem Verkauf steuerlich absetzbar?
Nein. Nur bei vermieten Immobilien dürfen Sie Renovierungen über die Werbungskosten absetzen. Bei selbstgenutztem Immobilieneigentum können Sie nur Handwerkerleistungen, die dem Erhalt oder der Modernisierung dienen, bis zu 6.000 Euro pro Jahr als „haushaltsnahe Dienstleistungen“ geltend machen – von denen das Finanzamt dann 20 Prozent, also 1.200 Euro, anerkennt.
3. Welche Renovierungen lohnen sich bei älteren Häusern vor dem Verkauf?
Ältere Immobilien haben zumeist eine sehr schlechte Energiebilanz, die sich bereits heute und in Zukunft noch stärker negativ auf den Verkehrswert und den Verkaufspreis auswirkt. Wenn die Nachfrage am lokalen Markt gut ist, steigern daher alle Maßnahmen, die den Energieverbrauch in älteren Bestandsimmobilien senken, die Chancen auf einen erfolgreichen Verkauf.
4. Kann ich als Käufer ein unrenoviertes Haus sofort renovieren?
Ja, vorausgesetzt der Verkäufer stimmt zu, dass Sie noch vor der (offiziellen) Schlüsselübergabe mit der Instandsetzung beginnen dürfen. Wichtig: Nehmen Sie eine entsprechende Passage in den Kaufvertrag auf und lassen Sie sich vom Notar bestätigen, dass diese rechtlich korrekt ist. Und: Beginnen Sie nicht mit den Arbeiten, bevor der Kaufvertrag nicht von beiden Parteien unterschrieben, der Kauf also beschlossene Sache ist.







