Immobilienmarktbericht Landkreis Kelheim 2026 – Preise, Nachfrage & Entwicklung

Alexander Schmidgal
Geschäftsführer Aurentum GmbH
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Aktualisiert:
25.9.2026
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Lesezeit:
32min
Marktbericht Kelheim 2026

Der Immobilienmarkt im Landkreis Kelheim hat sich nach den deutlichen Veränderungen der vergangenen Jahre spürbar stabilisiert. Für Eigentümer stellt sich deshalb 2026 besonders häufig die Frage: Wie entwickeln sich die Preise für Häuser, Wohnungen und Grundstücke – und ist jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Verkauf?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Entscheidend sind Lage, Immobilientyp, Zustand, energetische Qualität und die konkrete Nachfrage am jeweiligen Standort. Zwischen Abensberg, Kelheim, Bad Abbach, Neustadt an der Donau, Mainburg oder Riedenburg können erhebliche Unterschiede bestehen.

Dieser Immobilienmarktbericht gibt Eigentümern einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen und zeigt, welche Faktoren für eine realistische Bewertung im Jahr 2026 entscheidend sind.

Immobilienmarkt Landkreis Kelheim: Stabilisierung nach schwierigen Jahren

Der offizielle Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Landkreis Kelheim zeigt bereits für das Jahr 2024 eine Stabilisierung des Marktes. Nach den Rückgängen der Jahre 2022 und 2023 nahm die Zahl der Kaufverträge wieder zu.

Nach Angaben des Landkreises stieg die Zahl der Kaufverträge gegenüber dem Vorjahr um rund 8 Prozent. Gleichzeitig lagen Verkaufszahlen und Umsätze weiterhin unter dem hohen Niveau der Jahre 2020 und 2021.

Besonders bei bebauten Grundstücken und Wohnungseigentum nahm die Marktaktivität wieder zu. Im Jahr 2024 wurden im Landkreis Kelheim mehr als 360 bebaute Grundstücke und über 370 Wohnungen verkauft.

Für Eigentümer bedeutet das: Der Markt ist wieder aktiver geworden, Käufer prüfen Immobilien jedoch weiterhin sehr genau. Eine realistische Preisfindung ist deshalb wichtiger denn je.

Wie entwickeln sich die Preise für Eigentumswohnungen?

Bei wiederverkauften Eigentumswohnungen zeigte sich zuletzt eine deutlich positive Entwicklung. Laut Gutachterausschuss stieg der durchschnittliche Quadratmeterpreis 2024 um rund 12 Prozent auf etwa 3.300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Dieser Durchschnittswert darf jedoch nicht unmittelbar auf einzelne Wohnungen übertragen werden. Entscheidend sind insbesondere:

  • Lage und Mikrolage
  • Baujahr und Zustand
  • Etage und Aufzug
  • Balkon, Terrasse oder Gartenanteil
  • Stellplatz oder Tiefgarage
  • Energieeffizienz
  • Höhe des Hausgeldes
  • Zustand der Wohnungseigentümergemeinschaft

Eine moderne Wohnung in Abensberg, Bad Abbach oder Kelheim kann deshalb deutlich anders bewertet werden als eine vergleichbare Wohnung in einer weniger nachgefragten Lage.

Wie entwickeln sich die Preise für Einfamilienhäuser?

Bei Einfamilienhäusern zeigte sich zuletzt ein anderes Bild. Der Gutachterausschuss meldete für 2024 einen durchschnittlichen Rückgang der Quadratmeterpreise von rund 10 Prozent gegenüber 2023 auf etwa 2.900 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Einfamilienhaus im Landkreis Kelheim zehn Prozent an Wert verloren hat. Gerade bei Häusern unterscheiden sich die erzielbaren Preise erheblich.

Besonders gefragt sind weiterhin Immobilien mit:

  • guter Wohnlage
  • moderner Heiztechnik
  • guter Energieeffizienz
  • zeitgemäßen Grundrissen
  • gepflegtem oder modernisiertem Zustand
  • Garage oder ausreichenden Stellplätzen
  • attraktivem Grundstück

Bei energetisch schwächeren oder sanierungsbedürftigen Immobilien kalkulieren Käufer notwendige Modernisierungskosten heute deutlich stärker in ihre Kaufentscheidung ein.

Grundstücke im Landkreis Kelheim

Auch der Grundstücksmarkt entwickelt sich regional sehr unterschiedlich. Nach den offiziellen Auswertungen sind die Preise für Wohnbaugrundstücke in Teilen des Landkreises zuletzt moderat gestiegen. Gleichzeitig ging die Zahl der Kaufverträge für unbebaute Grundstücke zurück.

Für den Grundstückswert sind insbesondere der Bodenrichtwert, die tatsächliche Bebaubarkeit, Grundstücksform, Erschließung, Lage und mögliche Altlasten entscheidend.

Ein Bodenrichtwert ist deshalb nicht automatisch mit dem erzielbaren Verkaufspreis eines Grundstücks gleichzusetzen.

Mehr Informationen finden Eigentümer in unserem Ratgeber zur Grundstücksbewertung.

Abensberg: starker Immobilienstandort im Landkreis Kelheim

Abensberg zählt zu den gefragten Wohnstandorten im Landkreis. Die gute Infrastruktur, die Nähe zu Regensburg und Ingolstadt sowie die hohe Lebensqualität sorgen für eine stabile Nachfrage nach Wohnimmobilien.

Besonders Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, moderne Eigentumswohnungen und gut gelegene Grundstücke treffen hier regelmäßig auf Kaufinteressenten.

Eigentümer, die einen Verkauf erwägen, sollten jedoch nicht allein auf allgemeine Quadratmeterpreise vertrauen. Bereits zwischen Abensberg selbst und Ortsteilen wie Arnhofen, Offenstetten oder Sandharlanden können deutliche Preisunterschiede bestehen.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite Immobilienmakler Abensberg.

Kelheim: Nachfrage stark von Lage und Objekt abhängig

Auch in der Stadt Kelheim hängt der erzielbare Immobilienpreis stark von der konkreten Lage ab. Neben zentralen Wohnlagen spielen beispielsweise Verkehrsanbindung, Grundstück, Aussicht, energetischer Zustand und Modernisierungsgrad eine wesentliche Rolle.

Gut gepflegte Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen mit marktgerechter Preispositionierung können weiterhin auf eine stabile Nachfrage treffen.

Mehr zum Immobilienverkauf in der Kreisstadt erfahren Sie auf unserer Seite Immobilienmakler Kelheim.

Bad Abbach profitiert von der Nähe zu Regensburg

Bad Abbach zählt aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zu Regensburg zu den besonders interessanten Wohnstandorten im Landkreis Kelheim.

Die Kombination aus guter Verkehrsanbindung, Infrastruktur und hoher Wohnqualität führt dazu, dass Immobilien in guten Lagen stark nachgefragt sein können.

Gerade hier zeigt sich, warum pauschale Durchschnittspreise nur begrenzt aussagekräftig sind: Mikrolage, Grundstück und Immobilienzustand können erhebliche Preisunterschiede verursachen.

Neustadt an der Donau und Bad Gögging

Neustadt an der Donau ist ebenfalls ein bedeutender Immobilienstandort im Landkreis Kelheim. Die wirtschaftliche Struktur, die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zu Abensberg und Ingolstadt sorgen für kontinuierliche Nachfrage.

Bad Gögging bildet innerhalb des Stadtgebiets einen besonderen Teilmarkt. Wohnungen und Häuser können dort aufgrund der Lage und des Umfelds eine andere Käufergruppe ansprechen als Immobilien im übrigen Stadtgebiet.

Weitere Informationen finden Sie bei unserem Immobilienmakler für Neustadt an der Donau.

Mainburg, Langquaid, Saal und Riedenburg

Auch außerhalb der größten Städte des Landkreises bestehen eigenständige Immobilienmärkte. Mainburg profitiert unter anderem von seiner Lage in der Hallertau und der Verbindung Richtung München und Landshut. Langquaid ist insbesondere bei Familien gefragt, während Saal an der Donau durch die Nähe zu Kelheim und Regensburg interessant ist.

Riedenburg besitzt wiederum einen eigenen Markt, bei dem neben klassischen Wohnimmobilien auch touristische Lagefaktoren eine Rolle spielen können.

Für eine realistische Wertermittlung sollte deshalb immer die konkrete Gemeinde und möglichst auch die Mikrolage berücksichtigt werden.

Welche Immobilien sind 2026 besonders gefragt?

Aus unserer Markterfahrung zeigt sich, dass Käufer zunehmend selektiv entscheiden. Besonders interessant sind Immobilien, bei denen Kaufpreis und zukünftiger Investitionsbedarf in einem nachvollziehbaren Verhältnis stehen.

Nachgefragt sind insbesondere:

  • gepflegte Einfamilienhäuser
  • Doppelhaushälften und Reihenhäuser
  • moderne Eigentumswohnungen
  • energieeffiziente Neubauten
  • Immobilien mit guter Verkehrsanbindung
  • Objekte mit Garage oder mehreren Stellplätzen
  • gut geschnittene Grundstücke

Schwieriger kann die Vermarktung bei Immobilien werden, bei denen ein hoher Sanierungsbedarf auf einen zu ambitionierten Angebotspreis trifft.

Warum Angebotspreise nicht mit Marktwerten gleichzusetzen sind

Viele Eigentümer orientieren sich zunächst an Immobilienportalen. Dort werden jedoch Angebotspreise dargestellt – nicht die tatsächlich beim Notar beurkundeten Kaufpreise.

Für eine belastbare Einschätzung sind deshalb tatsächliche Vergleichsverkäufe, Daten des Gutachterausschusses und die konkreten Eigenschaften der Immobilie entscheidend.

Ein zu hoher Angebotspreis kann dazu führen, dass eine Immobilie über Monate am Markt bleibt und später mehrfach reduziert werden muss. Ein zu niedriger Preis kann dagegen Verkaufspotenzial verschenken.

Immobilienbewertung im Landkreis Kelheim

Eine professionelle Immobilienbewertung berücksichtigt mehr als Wohnfläche und Baujahr. Neben objektbezogenen Faktoren fließen auch Mikrolage, Grundstück, Zustand, Modernisierungen, Energieeffizienz und aktuelle Nachfrage ein.

Der Gutachterausschuss hat Ende 2025 zusätzlich aktuelle Vergleichsfaktoren für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser veröffentlicht. Grundlage sind tatsächliche Kaufverträge aus dem Jahr 2024 und dem ersten Halbjahr 2025.

Damit stehen für die Wertermittlung weitere aktuelle Marktdaten zur Verfügung.

Wenn Sie wissen möchten, welchen Marktwert Ihre Immobilie aktuell besitzt, können Sie unsere Immobilienbewertung für Abensberg, Kelheim und den Landkreis nutzen.

Ist 2026 ein guter Zeitpunkt für den Immobilienverkauf?

Ob ein Verkauf sinnvoll ist, hängt weniger von einem einzelnen Markttrend als von der persönlichen Situation und der konkreten Immobilie ab.

Eigentümer sollten insbesondere folgende Punkte prüfen:

  • Wie hoch ist der realistische aktuelle Marktwert?
  • Welche Käufergruppe kommt für die Immobilie infrage?
  • Welche Modernisierungen wären vor einem Verkauf sinnvoll?
  • Welche Unterlagen fehlen möglicherweise?
  • Wie hoch ist die aktuelle Nachfrage am Standort?
  • Gibt es steuerliche oder rechtliche Besonderheiten?

Bei einer marktgerechten Preispositionierung und professionellen Vermarktung bestehen auch 2026 gute Verkaufschancen für attraktive Immobilien im Landkreis Kelheim.

Fazit: Der Immobilienmarkt im Landkreis Kelheim bleibt differenziert

Der Immobilienmarkt im Landkreis Kelheim hat sich nach den schwierigen Jahren wieder stabilisiert. Gleichzeitig unterscheiden sich die Entwicklungen je nach Immobilientyp und Standort deutlich.

Während sich Eigentumswohnungen zuletzt wieder stärker entwickelten, standen Einfamilienhäuser preislich weiterhin unter Druck. Gute Lagen und gepflegte, energieeffiziente Immobilien bleiben jedoch gefragt.

Für Eigentümer ist deshalb eine individuelle Bewertung wichtiger als pauschale Durchschnittswerte.

Wenn Sie einen Verkauf planen oder zunächst den aktuellen Wert Ihrer Immobilie erfahren möchten, unterstützen wir Sie persönlich von der Bewertung bis zur erfolgreichen Vermarktung.

FAQs

Der Immobilienmarkt hat sich nach den deutlichen Veränderungen der Jahre 2022 und 2023 stabilisiert. Die Zahl der Kaufverträge ist zuletzt wieder gestiegen. Die Entwicklung unterscheidet sich jedoch deutlich nach Immobilientyp, Lage und Zustand.

Eine pauschale Aussage ist nicht möglich. Der Gutachterausschuss ermittelte für Einfamilienhäuser zuletzt durchschnittlich rund 2.900 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Der tatsächliche Wert kann je nach Gemeinde, Mikrolage, Grundstück, Baujahr, Zustand und Ausstattung erheblich davon abweichen.

Bei wiederverkauften Eigentumswohnungen lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis zuletzt bei rund 3.300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Lage, Baujahr, Zustand, Ausstattung, Balkon, Stellplatz und energetische Qualität beeinflussen den tatsächlichen Marktwert erheblich.

Zu den gefragten Standorten zählen unter anderem Abensberg, Kelheim, Bad Abbach und Neustadt an der Donau. Auch Mainburg, Langquaid, Saal an der Donau und Riedenburg verfügen über eigenständige lokale Immobilienmärkte. Entscheidend ist immer die konkrete Mikrolage.

Nicht zwingend. Immobilienportale zeigen Angebotspreise. Für eine professionelle Bewertung sind tatsächlich erzielte Kaufpreise, Daten des Gutachterausschusses und die individuellen Eigenschaften der Immobilie wesentlich aussagekräftiger.

Berücksichtigt werden unter anderem Lage, Grundstück, Wohnfläche, Baujahr, Zustand, Modernisierungen, Energieeffizienz, Ausstattung und die aktuelle Nachfrage. Zusätzlich können Vergleichsfaktoren und tatsächliche Kaufpreisdaten des Gutachterausschusses herangezogen werden.

Das hängt von der Immobilie und der persönlichen Situation ab. Bei marktgerechter Preispositionierung besteht für attraktive Häuser, Wohnungen und Grundstücke weiterhin Nachfrage. Vor einem Verkauf empfiehlt sich deshalb eine individuelle Bewertung.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine Rechts-, Steuer-, Finanzierungs- oder Anlageberatung dar. Trotz sorgfältiger Erstellung übernehmen wir keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte. Die dargestellten Informationen ersetzen keine individuelle Beratung, da jede Immobilienentscheidung von den Umständen des Einzelfalls abhängt. Vor wirtschaftlichen, rechtlichen oder steuerlichen Entscheidungen sollte stets fachkundiger Rat (z. B. Rechtsanwalt, Notar, Steuerberater oder Finanzierungsexperte) eingeholt werden.

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